Baden in der Ruhr ist ab sofort wieder möglich

Baden verboten? Seit gestern nicht mehr: Da wurde die neue Badestelle am Seaside-Beach am Baldeneysee offiziell eröffnet. Und damit können alle Besucher nach den strengen Vorgaben der Europäischen Union an freie Gewässer im See schwimmen.

Jahrelange intensive Forschung in dem vom BMBF geförderten Projekt „Sichere Ruhr“ und die Zusammenarbeit vom IWW Zentrum Wasser, dem Ruhrverband und der RWW, den Universitäten Duisburg-Essen, Bochum, Bonn und Aachen in enger Einbindung der Stadt Essen haben es möglich werden lassen, dass die Badestelle nach 46 Jahren Badeverbot wieder eröffnet werden konnte.

(v.l.n.r.: Norbert Jardin; Simone Raskob; OB Thomas Kufen; Christian Keller (mit seiner Tochter); Gerhard Odenkirchen; Wolf Merkel). Quelle: Ruhrverband

Die ersten Schwimmer nutzen direkt nach der offiziellen Eröffnung durch Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen die Möglichkeit zum Sprung ins „kühle“ Nass. Ein toller Erfolg für alle beteiligten Projektpartner und für das Ruhrgebiet.

Weitere Badestellen in Nachbarstädten sind in Planung.

 

 

Wichtige wissenschaftliche Vorarbeiten waren die analytische Erfassung der hygienischen Situation, die Risikobewertung durch Krankheitserreger für den Badenden sowie die Entwicklung eines Frühwarnsystems für kurzzeitige Verschmutzungen. Kurzzeitige Verschmutzungen können an einem Fließgewässer immer nach stärkeren Regenfällen auftreten und für die Zulassung eines Badegewässers ist es wichtig, dass die Badegäste frühzeitig gewarnt und die Badestelle im Bedarfsfall geschlossen werden kann. Wichtige Erfolgsbausteine für die Eröffnung waren die intensive Partizipation der Bevölkerung und die wissenschaftliche Bewertung von Kosten und Nutzen des Badebetriebs.

 

Detaillierte Ergebnisse aus „Sichere Ruhr“ finden Sie auch hier.