IWW-Forschung … im Dialog mit der Fachwelt

Der IWW-Beirat kam am 3. Mai 2019 erstmalig in seiner neuen Form in Mülheim zusammen – zum Auftakt in einer interessanten Mischung aus World Café zu neuen Forschungsthemen und einem breit gefächerten Vortragsprogramm zu Innovationen und Branchenentwicklungen.

Das IWW Zentrum Wasser war schon von den Gründungsvätern als praxisorientierte Forschungseinrichtung konzipiert, heute mit der Einbindung in den DVGW sehen wir unsere Aufgabe noch breiter: Wissen zwischen Forschung und Unternehmen vermitteln, Fakten für kompetente Entscheidungen erarbeiten, praktische Kenntnisse in Schulungen lehren, konkrete Vorhaben realisieren – und dies in der umfassenden Expertise von Naturwissenschaft, Technik, Umweltschutz und Ökonomie.

Zur Premiere des neuen Beirats kamen fast 30 externe Fachleute aus Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden, Ingenieurbüros, Behörden und Industrie unter dem Vorsitz von Thomas Oertel (Stadtwerke Duisburg) und Dr. Irene Slavik (Wahnbachtalsperrenverband) in Mülheim zusammen. Das kommunikative World Café Format ermöglichte den direkten Austausch in kleineren Gruppen zu vier innovativen Forschungsfeldern (s. Tabelle).

 

Möglichkeiten und Perspektiven des Non-Target- und Suspect-Screenings mit toxikologischer Analytik Wo stehen wir und was braucht die Wasserversorgung?
Datengewinnung und Datenanalyse – kooperative Datennutzung und neue AuswerteverfahrenInformation und Nutzen für Wasserversorger?
Extreme Wetterlagen beeinflussen die WasserversorgungWelche Anpassungen im Versorgungssystem helfen?
Inspektionsverfahren und ihre Rolle im Technischen AnlagenmanagementMöglichkeiten, Nutzen und Grenzen der Verfahren?

 

Der Nachmittag wurde mit 5 Vorträgen abwechslungsreich gestaltet – das Spektrum reichte von Fachthemen zu neuen mikrobiologischen Methoden in der Wasserhygiene, zur Aktivierung von Aktivkohle und zu Wasserbedarfsprognosen, über den aktuellen DVGW Wasser-Impuls bis hin zur Profilierung der Wasserforschung an der Universität Duisburg-Essen.

„Der Beirat ist gut gestartet“, so das gemeinsame Fazit von Wolf Merkel, technischer Geschäftsführer des IWW und von Gerald Linke, DVGW-Vorstand. In der zweiten Sitzung im Oktober erarbeiten IWW-Fachleute und Beirat aus den gesammelten Anregungen konkrete Forschungsthemen – ein spannender Prozess, der zu gemeinsamen anwendungsorientierten Projektansätzen führen wird.