IWW optimiert Wasserbedarf im Anbau von Baumwolle in Pakistan – Vorstellung erster Ergebnisse in Faisalabad

Unsere heutige Nachfrage und Nutzung von wasserintensiv hergestellten Anbauprodukten wie zum Beispiel Baumwolltextilien, stellt die globalen Wasserressourcen, vor allem in ariden und semi-ariden Regionen, vor große Herausforderungen. Der Wasserfußabdruck, den wir als Nutzer dieser Produkte hinterlassen ist beträchtlich. In Pakistan werden beispielsweise derzeit ca. 14.000 Liter Wasser zur Erstellung von einem Kilogramm Baumwolle benötigt. Das IWW arbeitet in dem BMBF-Projekt „InoCottonGROW“, welches sich dieser Wasserressourcenproblematik widmet.

Gemeinsam mit 13 weiteren Forschungs- und Industriepartnern, sowie über 10 pakistanischen und türkischen Kooperationspartnern, werden in dem Projekt Lösungen zur Verringerung des Wasserfußabdrucks der Baumwollindustrie erarbeitet. Ziel ist es, auf Grundlage von Fallstudien in Pakistan und der Türkei, zu einer nachhaltigeren Wassernutzung in den Anbauregionen entsprechend der UN-Nachhaltigkeitsziele beizutragen.

Das IWW-Team übernimmt hierbei die Wasserbedarfsberechnung des Baumwollanbaus unter spezifischen Landnutzungs- und Klimawandelszenarien um Aussagen über alternative und effizientere Wassernutzungsstrategien treffen zu können. Zudem befasst sich ein IWW-Team mit der Entwicklung und Anwendung eines Indikatorensets, welches dazu dient, die Effekte einer Reduzierung des Wasserfußabdruckes hinsichtlich einer Erreichung der UN Nachhaltigkeitsziele abschätzen und bewerten zu können.

Ein kürzlich veröffentlichter Dokumentarfilm gibt einen Einblick in aktuelle Projektvorhaben und Projektaktivitäten, an denen auch das IWW maßgeblich beteiligt ist.

Im November 2018 findet in Faisalabad, Pakistan ein Projekttreffen mit allen Partnern statt. Das IWW wird hier aktuelle Ergebnisse aus der großskaligen, georeferenzierten Wasserbedarfsmodellierung mit dem SWAT-Modell für die Region sowie einen Maßnahmenkatalog vorstellen.