Integriertes Risikomanagement Talsperren-, Fluss- und Grundwasser-EZG

Ziel des integrierten Risikomanagements ist es, die von den Flächennutzungen und Gewässereinleitungen ausgehenden Gefährdungen für Talsperren, Flüsse und Grundwässer zu erheben, sie hinsichtlich der Beeinträchtigung des Nutzungsziels (z.B. Trinkwasserversorgung, Badegewässer) zu bewerten und Maßnahmen festzulegen, die die Eintrittswahrscheinlichkeit oder die Auswirkung der Gefährdung verringern. Für Sie als Betreiber kann dies z. B. die Ausweisung von Schutzzonen mit entsprechenden Nutzungseinschränkungen und Verboten, aber auch technische Maßnahmen zur Verringerung des Eintrags oder zur Überwachung und Bewirtschaftung des Gewässers zur Folge haben. Können Risiken durch Maßnahmen im Vorfeld nicht hinreichend beherrscht werden, so sind Maßnahmenkonzepte hinsichtlich der Wassernutzung bzw. -aufbereitung zu entwickeln und umzusetzen.

Das integrierte Risikomanagement bedient sich dabei je nach erforderlichem Detaillierungsgrad unterschiedlicher Werkzeuge (Excel, Access, GIS), wobei u.a. topographische, hydrologische und hydrogeologische Daten sowie bekannte und potenzielle Eintragsquellen durch Flächennutzungen, Einleitungen von Abwässern sowie durch unbeabsichtigtes Freisetzen von Schadstoffen (z. B. bei Lagerung, Transport oder Produktion) erfasst werden. Die Ergebnisse diskutieren wir mit Ihren Fachleuten und erarbeiten eine zunächst expertenbasierte qualitative Bewertung. Besteht aufgrund der Ergebnisse die Besorgnis einer Beeinträchtigung der Nutzung, so können wir für Ihr Einzugsgebiet eine quantitative Risikobewertung unter Nutzung von Prognose- und Stofftransportmodellen vornehmen.

Das integrierte Risikomanagement baut auf den etablierten Konzepten der WHO (Water Safety Plan-Konzept), der DIN EN 15975-1 (Sicherheit der Trinkwasserversorgung – Leitlinien für das Risiko- und Krisenmanagement – Teil 2: Risikomanagement) und der DIN EN 15975-2  (Sicherheit in der Trinkwasserversorgung – Risikomanagement im Normalbetrieb) auf.

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Dr. Tim aus der Beek
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