Beprobung einer Grundwassermessstelle zur Qualitätsüberwachung

Monitoringkonzepte Grund- und Rohwasser

1. Grundwassermonitoring und hydrochemische Berichte

Als Hauptursache für Stoffeinträge in das Grundwasser ist die landwirtschaftliche Flächennutzung zu nennen. Häufig sind Nitratwerte erhöht, vereinzelt treten Belastungen mit Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln (PBSM) sowie deren Abbauprodukten auf. Für die Wasserversorgung ist eine anthropogen möglichst gering beeinflusste Grund- und Rohwasserqualität wichtig.

Unser erfahrenes Ressourcenschutz-Team überprüft und optimiert gegebenenfalls Ihre Grund- und Rohwasserüberwachung

  • zur Konzeption des Messnetzes im Vorfeld der Gewinnung u.a. gemäß DVGW-Merkblatt W 108
  • zum Untersuchungsumfang und zur Untersuchungshäufigkeit auf der Grundlage wasserrechtlicher Vorgaben und technischer Regelwerke.

In einem ausführlichen Bericht bewerten wir die wichtigsten Einflussfaktoren in Ihrem Einzugsgebiet (z. B. die Auswaschungsgefahr nach DIN 19732, Abschätzung des Umfangs des Nitratabbaus) und berechnen die Verweilzeit des Sickerwassers in der ungesättigten Zone sowie die Fließzeit bis zu Ihrer Wassergewinnungsanlage. Abschließend werden die Effizienz und Nachhaltigkeit der bisher ergriffenen Grundwasserschutzmaßnahmen in Ihrem Wassergewinnungsgebiet bewertet (z. B. Nmin-Untersuchungen, veränderte Flächenbewirtschaftung).

2. Charakterisierung und Quantifizierung des Nitratabbauvermögens

Grundwasserressourcen in landwirtschaftlich geprägten Wassergewinnungsgebieten zeichnen sich durch hohe Stickstoffeinträge aus. Der flächenhafte Eintrag und der Abbau insbesondere von Nitrat in der ungesättigten Zone und im Grundwasserleiter variieren in Abhängigkeit der Standortbedingungen räumlich und zeitlich erheblich. Für die zukünftige Entwicklung der Roh- und Trinkwasserqualität ist es von besonderer Bedeutung, die im Untergrund ablaufenden hydrogeochemischen Prozesse zu erfassen und zu quantifizieren. Mit Hilfe folgender wissenschaftlich fundierter Methoden bewerten wir für Sie den Nitrateintrag, bestimmen das Nitratabbauvermögen im Grundwasserleiter und bewerten auf Basis dieser Ergebnisse die Nachhaltigkeit der Bewirtschaftungsmaßnahmen im Einzugsgebiet:

  • N2/Ar-Messungen zur Bestimmung der Nitrateintragskonzentration
  • Durchführung von Multi-Parameter-Tiefenmessungen zur Identifikation von Nitratabbauvorgängen im Grundwasserleiter
  • Ermittlung des Nitratabbauvermögens u. a. mit Nitratbilanzrechnungen, Redoxtiefenmessungen, hydrogeochemischen Modellrechnungen und geochemischer Analytik der reduktiven Festphasen
  • Bewertung der Nachhaltigkeit Ihrer Maßnahmen zur Grundwasserbewirtschaftung

ANSPRECHPARTNER

Dr. Tim aus der Beek
Telefon: +49 208 40303 234
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EWP-Artikel: Konsequenzen nachlassenden Nitratabbaus in Grundwasserleitern
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