Unsere heutige Nachfrage und Nutzung von wasserintensiv hergestellten Anbauprodukten, wie zum Beispiel Baumwolltextilien, stellt die globalen Wasserressourcen in ariden und semiariden Regionen vor große Herausforderungen. Der Wasserfußabdruck, den wir als Nutzer dieser Produkte hinterlassen ist beträchtlich.

Ein IWW-Team unter der Leitung von Dr. Tim aus der Beek arbeitet aktuell mit 13 deutschen Forschungs- und Industriepartnern sowie mehr als 10 pakistanischen und türkischen Kooperationspartnern im BMBF-Projekt InoCottonGROW daran, Lösungen zur Verringerung des Wasserfußabdrucks der Baumwollindustrie zu erarbeiten.

Projekt-Trailer

Im Rahmen der bisherigen Projektarbeit ist von IWW hierzu bereits ein umfassendes hydrologisches SWAT-Modell der Region um das Lower Chenab Kanalsystem (LCC)  aufgesetzt worden. Das Modell berücksichtigt neben topographischen, Landbedeckungs- und Bodeneigenschaften auch detaillierte Informationen zu Klimaparametern und Managementstrategien, wie zum Beispiel unterschiedliche Anbau- und Bewässerungsmethoden. Umweltveränderungen, die sich in Zukunft in der Projektregion ereignen, lassen sich mithilfe des Modells genau abbilden, sodass deren Auswirkungen auf unterschiedliche Umweltbereiche berechnet werden können. Das Hauptziel ist es mittels des Modells das zukünftige Wasserdargebot in der Region zu bestimmen. Hierbei wird insbesondere auf Auswirkungen des Klimawandels und potentieller Landnutzungsveränderungen geschaut.

Die  Ergebnisse dieser hydrologischen Modellierungen bilden die Grundlage für weitere Berechnungen, z.B. zukünftiger Grundwasserentnahmen und Grundwasserpegelstände. Zudem dienen sie den Kernzielen des Projektes – der Berechnung des Wasserfußabdruckes des Baumwoll-Textil Industrie sowie der Bestimmung der Effekte alternativer und effizienterer Wassernutzungsstrategien auf die Zielerreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele.

Weitere Informationen zum Forschungsvorhaben sowie erste Projektergebnisse finden Sie auch auf der Projekt-Webseite.