Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele in der Landwirtschaft (Sustainable Development Goals, water footprint)

Unsere heutige Nachfrage und Nutzung von wasserintensiv hergestellten Anbauprodukten wie zum Beispiel Baumwolltextilien stellt die globalen Wasserressourcen, vor allem in ariden und semi-ariden Regionen, vor große Herausforderungen. Der Wasserfußabdruck, den wir als Nutzer dieser Produkte hinterlassen ist beträchtlich (s. Graphik zum Wasserfußabdruck des Baumwollabaus). Seit Anfang April arbeitet ein Team des IWW, unter der Projektleitung von Dr. Tim aus der Beek in dem neuen BMBF-Projekt „InoCottonGROW“, welches sich dieser Wasserressourcenproblematik widmet.
Gemeinsam mit 13 weiteren Forschungs- und Industriepartnern, sowie über 10 pakistanischen und türkischen Kooperationspartnern, werden in dem Projekt Lösungen zur Verringerung des Wasserfußabdrucks der Baumwollindustrie erarbeitet. Ziel ist es, auf Grundlage von Fallstudien in Pakistan und der Türkei zu einer nachhaltigeren Wassernutzung in den Anbauregionen entsprechend der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, water footprint) beizutragen. Das IWW-Team übernimmt hierbei die Wasserbedarfsberechnung des Baumwollanbaus unter spezifischen Landnutzungs- und Klimawandelszenarien, um Aussagen über alternative und effizientere Wassernutzungsstrategien treffen zu können. Zudem wird sich ein Team um Kristina Wencki mit der Entwicklung und Anwendung eines Indikatorensets befassen, welches dazu dient, die Effekte einer Reduzierung des Wasserfußabdruckes abschätzen und bewerten zu können.

Das Projekt wird vom FIW Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e.V koordiniert.

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung 1: Grüner (Boden- und Regenwasser), blauer (Bewässerung) und grauer (Produktion) Wasserfußabdruck der globalen Baumwoll-Textilindustrie.

Quelle: Vereinigung deutscher Gewässerschutz e.V. nach Chapagain et al. 2006)