Stefan Panglisch und Rainer Meckenstock (Universität Duisburg-Essen) werden wissenschaftliche Direktoren am IWW Zentrum Wasser

Mülheim an der Ruhr (26.11.2014).

Die Gesellschafterversammlung des IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH hat zwei namhafte Forscher der Universität Duisburg-Essen zu wissenschaftlichen Direktoren des IWW benannt. Prof. Dr.-Ing. Stefan Panglisch tritt die Nachfolge von Prof. Rolf Gimbel in der Wassertechnologie, und Prof. Dr. rer. nat. Rainer Meckenstock die Nachfolge von Hans-Curt Flemming im Bereich der Angewandten Mikrobiologie im IWW an.

„Unsere Forscherkompetenz ist inhaltlich wieder komplett“, freut sich IWW-Geschäftsführer Dr. Wolf Merkel über die renommierten Neubesetzungen. Die wissenschaftlichen Direktoren des IWW stellen die personelle und inhaltliche Verbindung zwischen der Grundlagenforschung an den Hochschulen und dem Praxistransfer in die Wasserversorgung durch das IWW sicher. Diese Konstruktion ist in Deutschland einzigartig, weil sie insgesamt fünf Fachdisziplinen umfasst: Wasserchemie, Mikrobiologie, Wassertechnologie (alle Universität Duisburg-Essen, UDE), Hydro-Geologie an der TU Darmstadt sowie Wasserökonomie an der TU Dortmund.

Prof. Dr.-Ing. Stefan Panglisch wurde im Juni 2014 auf den Lehrstuhl Mechanische Verfahrenstechnik/Wassertechnologie der UDE berufen. Zuvor war er langjähriger IWW-Bereichsleiter für Wassertechnologie und danach Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der inge GmbH, weltweit einer der führenden Technologieanbieter für Ultrafiltrationstechnologie. In dieser Zeit hat sich Prof. Dr. Panglisch intensiv mit der Neu- und Weiterentwicklung von Membranmaterialien, Modulgehäusen sowie der Optimierung der Betriebsweisen beschäftigt. Prof. Dr. Rainer Meckenstock hatte bis zu seiner Berufung als Direktor des Biofilm Centres der UDE im Oktober 2014 die Leitung des Instituts für Grundwasserökologie am Helmholtz-Zentrum München inne. Als erfahrener Umweltmikrobiologe hat er in den letzten Jahren vor allem Limitationen des Abbaus von Schadstoffen im Grundwasser erforscht.

Besonders attraktiv finden sie die Perspektive der interdisziplinären Forschung – Wasseraufbereitung und mikrobielle Systeme haben zahlreiche Schnittstellen und hohe technologische Relevanz in der modernen Wasserversorgung. Ob es die Vermeidung oder sogar Ausnutzung von biologischen Foulingschichten auf Membranen, der zielgerichtete Einsatz des mikrobiellen Abbaus in wassertechnischen Anlagen und Grundwasserleitern oder die Einstellung optimaler Materialeigenschaften für effiziente Wasserwerke ist, gemeinsame Forschungsfelder gibt es genug. Prof. Panglisch und Prof. Meckenstock sind sich einig: „Mit den erfahrenen IWW-Bereichen können wir innovativ und praxisnah arbeiten, und so können wir neues Wissen in die Wasserversorgung, Industrie und Altlastensanierung bringen.“

Auch die IWW-Gesellschafter profitieren vom engen Praxisbezug der Forschung. Der Vorsitzende der IWW-Gesellschafter, Dr. Christoph Donner von der RWW „Wir als Wasserversorger brauchen diese gebündelte Wasserkompetenz – die Verbindung aus IWW, Universität, Fachhochschule HRW und starken Unternehmen macht Mülheim zum Wissens- und Wasserstandort“.

Ansprechpartner:
Dr. Wolf Merkel
Tel. 0208 40303-100