4. Mülheimer Wasseranalytisches Seminar mit 150 Teilnehmern ein voller Erfolg

Das vierte Mülheimer Wasseranalytische Seminar am 16. und 17. September 2020 war ein voller Erfolg. Rund 150 Analytiker*innen diskutierten 2 Tage lang über neueste analytische Themen und Ergebnisse. In diesem Jahr fand die Tagung in der Stadthalle Mülheim angesichts der Corona-Pandemie unter besonderen Rahmenbedingungen statt. Mit den Betreibern der Stadthalle konnte ein effektives und sicheres Hygiene-Konzept erarbeitet werden, das die Präsenz-Tagung überhaupt erst möglich machte. So gab es auch ein breites und uneingeschränkt positives Feedback der Teilnehmenden, die neben dem guten wissenschaftlichen Vortragsprogramm und der Fachausstellung besonders die Möglichkeit zum direkten Austausch und ein physisches Treffen mit Kolleg*innen lobten. Bedingt durch die nötigen Abstandsregeln musste leider eine limitierte Teilnehmerzahl festgelegt werden, die voll ausgeschöpft wurde.

 

Begleitet wurde das Vortragsprogramm von einer sehr gut besuchten Fachmesse und einer Posterausstellung. In 17 Vorträgen und den wissenschaftlichen Postern setzte die Konferenz wieder einen Fokus auf die aktuellen Herausforderungen und Ergebnisse der Wasseranalytik, wobei die Themengebiete „persistente, mobile, toxische Stoffe (PMT) sowie Perfluorchemikalien (PFAS) und Digitalisierung/Datenverarbeitung drei besondere Schwerpunkte bildeten.

 

Im einleitenden Keynote-Vortrag von Ulrich Borchers (IWW) wurde das Thema PMT und seine Relevanz für die Wasserversorgung und den Verbraucherschutz vorgestellt. Nachfolgend wurden in 4 Beiträgen die wichtigsten analytischen Herausforderungen und Möglichkeiten der hydrophilen Interaktionschromatographie (HILIC), Chromatographie mit überkritischen Flüssigkeiten (SFC-MS) Kapillarelektrophorese (CE-MS) und schließlich der , Ionenchromatografie  (IC-ESI-MS) vorgestellt. Alle Methoden sind deutlich besser geeignet, um die stark polaren PMT zu analysieren, als die klassischen Methoden der GC und HPLC. Diese Methoden sind geeignet, um die so genannte „analytische Lücke“ deutlich zu verkleinern.

Im zweiten Schwerpunktblock wurde über die PFAS diskutiert. Thorsten Stahl (CVUA MEL) und Frank Thomas Lange (TZW) berichteten über die wichtigsten Eintragspfade, das Vorkommen und über Expositionsabschätzungen der Verbraucher sowie über den aktuellen Stand der Einzelstoff- und Summenparameter-Analytik für PFAS.

 

Posterpreis

Posterpreis Mülheimer Wasseranalytisches Seminar

Der von SHIMADZU gestiftete Preis für die besten wissenschaftlichen Poster ging an zwei Forschergruppen der Westfälischen Wasser- und Umweltanalytik (WWU) und der Instrumentellen Analytischen Chemie der Universität Duisburg-Essen (IAC Uni DuE). Der Siegerbeitrag der Gruppe um Sarah Kretschmann Schwerthöffer (WWU) widmete sich einer neuen, schnellen Methode zur Bestimmung der antibiotischen Suszeptibiliät von Enterobacteriaceae aus Trinkwasser mittels MALDI-TOF.

(2. v.l. Sarah Kretschmann Schwerthöffer (WWU), 3.v.l Wiebke Kaziur-Cegla (IAC Uni DuE))

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Falls Sie an den Vorträgen interessiert sind, wenden Sie sich an unser Tagungsteam unter

mwas@iww-online.de

Ansprechpartner: Dr. Ulrich Borchers

 

Im Jahr 2021 lädt im vereinbarten Wechsel die Landeswasserversorgung wieder zum etablierten Langenauer Wasserforum im November ein.