Warmwasser-Heizungsanlagen

Korrosionsschäden in Warmwasser-Heizungsanlagen sind normalerweise nur bei Zutritt von Sauerstoff zum Heizwasser möglich. Nur im Falle von Aluminiumwerkstoffen können Korrosionsschäden auch in Abwesenheit von Sauerstoff auftreten (Alkalität des Heizwassers). Der Zutritt von Sauerstoff kann erfolgen

  • mit dem Füll- und Ergänzungswasser
  • über durchströmte offene Ausdehnungsgefäße
  • bei Auftreten von Unterdruck in der Anlage
  • über gasdurchlässige Bauteile (nicht sauerstoffdichte Kunststoffrohre, Gummischläuche etc)

Ausschlaggebend für das Risiko eines Korrosionsschadens ist die in das Heizwasser gelangende Sauerstoffmenge, die Art der Korrosionserscheinung wird allerdings hauptsächlich von der Wasserbeschaffenheit und von den Betriebsbedingungen beeinflusst. Als technische Probleme können z. B. folgende Erscheinungen auftreten:

  • Ablagerungen mit reduziertem Wärmeübertrag,
  • Korrosionsprozesse und -schäden, inkl. mikrobieller Korrosion,
  • Funktionsstörungen durch Magnetitpartikelbildung,
  • Schlammbildung mit Blockierung der Zirkulation der Heizkreise , Festsitzen von Umwälzpumpen
  • Funktionsstörungen in Form von störenden Fließgeräuschen und mangelnder Heizleistung etc.

Auf Basis der VDI-Richtlinie 2035 führen wir für Sie Untersuchungen zur Steinbildung und zur wasserseitigen Korrosion durch und koppeln diese bei Bedarf mit Gefährdungsanalysen und Risikobewertungen:

  • Ermittlung chemisch-physikalischer Daten (Heizwasseranalyse)
  • Beratung hinsichtlich Wasseraufbereitung, Korrosionsschutz, Reinigungsverfahren inkl. Optimierungsstrategien unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte
  • Klärung der Ursache von Korrosionserscheinungen und Belagsbildungen
  • Beurteilung geschlossener Warmwasser-Heizungsanlagen hinsichtlich des Korrosionsrisikos durch kontinuierliche Ermittlung und Registrierung des Sauerstoffgehaltes im Kreislaufwasser inkl. Auswahl geeigneter Überwachungsstellen
  • Beurteilung geschlossener Warmwasser-Heizungsanlagen hinsichtlich gasbedingter Funktionsstörungen sowie Bewertung von Maßnahmen zur Vermeidung von Luftzutritt und Verfahren zur Absenkung des Gas- bzw. Sauerstoffgehaltes (Entgasung, Entspannung)
  • Schwachstellenanalyse und Entwicklung von Korrosionsschutzkonzepten
  • Simulation von Heizkreisläufen und Bestimmung der Sauerstoffeindringrate durch Kunststoffrohre und Gummianschlussschläuche

ANSPRECHPARTNER

Dr.-Ing. Angelika Becker
Bereichsleiterin
Telefon: +49 208 40303 260
E-Mail: a.becker@iww-online.de
Verwandte IWW-Themen
Instandhaltungsstrategien Netze und Transportleitungen