Temperaturabsenkung in der dezentralen Trinkwassererwärmung

Temperaturabsenkung in der dezentralen Trinkwassererwärmung

Neues BMWi-Projekt gestartet

IWW bearbeitet seit 01.01.2021 nun das dritte BMWi-Verbundforschungsvorhaben in Folge zum Thema „Energieeffizienz und Hygiene in der Trinkwassererwärmung“.

Im Gebäudesektor gewinnt der Anteil an Energie, der für die herkömmliche Erwärmung des Trinkwassers aufzuwenden ist, stetig an Bedeutung. Die Absenkung der Trinkwarmwasser (TWW)-Temperatur und neue Methoden zur Trinkwassererwärmung (TWE) stellen eine Herausforderung der Energiewende dar. Sie können durch verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien maßgeblich zur Dekarbonisierung des Wärmesektors beitragen.

Im Verbundvorhaben Trans2NT-TWW werden Optimierungs- und Einsparpotenziale bei der dezentralen und bedarfsorientierten TWE mit reduziertem Systemvolumen identifiziert und quantifiziert. Aufgrund der niedrigen Versorgungstemperaturen besteht allerdings die Gefahr, dass eingetragene pathogene Mikroorganismen nicht abgetötet werden. Für die dezentrale TWE mit einem Leitungsvolumen ≤ 3 L gibt es im Regelwerk keine Anforderungen an die minimale Temperatur zur Vermeidung des gesundheitsgefährdenden Legionellenwachstums.

Ziel des Forschungsvorhabens

Das Gesamtziel des Vorhabens ist die Identifizierung und Analyse notwendiger Maßnahmen zur hygienisch sicheren Absenkung der TWW-Temperatur, um den vermehrten Einsatz regenerativ-basierter TWE in dezentralen Niedertemperatur-Versorgungssystemen zu ermöglichen. Fünf Forschungspartner arbeiten unter der Koordination des Fraunhofer IEE, Kassel zusammen.

Der Bereich Angewandte Mikrobiologie am IWW übernimmt hierbei den Part der hygienisch-mikrobiologischen Bewertung und entwickelt in einer Versuchsanlage innovative und effiziente Maßnahmen der Trinkwassererwärmung zur Vermeidung des Legionellenwachstums.